#07 Die Kirche der Barmherzigkeit oder San Giovanni Decollato

DIE GESCHICHTE

Die Entstehung der Kirche liegt die Herrschaft von Demonte und dem Sturatal des Herzoges Carlo Emanuele der Erste von Savoia zurück, der für eine bessere Regierungsleitung einen Gerichtshof in Demonte schuf. Das neue Organ konnte ernsthafte Strafen (sogar die Todesstrafe) aussprechen. Die heutige Verkehrskurve (die „Butteria“) zu Beginn von Demonte war zu den damaligen Zeiten der Galgenplatz. Die Kapuziner, die Ordensbrüder der Bruderschaft von San Giovanni Decollato oder der Barmherzigkeit, kümmerten sich um die moralische und materielle Hilfe der Verurteilter, der Witwen sowie der Waisenkinder.

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Gegen 1600 wurde die derzeitige Kirche aufgebaut, wo der Sitz der Bruderschaft der Disciplinati Neri des 1672 gegründet wurde. In 1646 wurde dem Altar von Santa Elisabetta von Ungarn der Orden der Umiliate angegliedert (in 1634 gegründet). In 1640 wurde die Kirche den Kapuzinern zur Verfügung gestellt: sie waren in der vorigen Jahren angekommen, um gegen die protestantische Häresie zu kämpfen. Ihr Aufenthalt in der Kirche dauerte bis 1714, als sie die geweihte Kirche von Santa Maria bekamen. Ein drittes Altar wurde in 1721 zu Ehren von San Francesco und San Quintino geweiht. Es wurde nur später (1852) das Altar der Addolorata benannt. Als das Bedürfnis zu Hilfe schwächer wurde, wurde die Kirche auch als Sitz des Ordens der Santissima Trinità benutzt. Es wurde in dem 16. Jahrhundert von den Heiligen Giovanni de Matha und Felice di Valois der Erste gegründet. Sein Ziel war die Geldsammlung, um die Christen zu befreien und zu schützen. In den ersten zwei Jahrhunderten wurde die Kirche zum exklusiven Sitz der weiblichen Bruderschaft von Santa Elisabetta.

Die leichte Struktur der Giebelfassade wurde am Ende des 19. Jahrhunderts verschönert und zeigt das Fresko der Enthauptung von San Giovanni mit seinen Eltern Zaccaria und Elisabetta.

DIE BESICHTIGUNG

Die Innenseite zeigt einen Raum mit genageltem Gewölbe. Seine Mauer ist von zwei Kapellen verteilt. Von Bedeutung ist die Altartafel des Hochaltars, der im Jahr 1675 von dem Maler Bartolomeo Puppus aus Mentone bemalt wurde, und der Altar aus Holz. Das ist ein von dem relevantesten Werk des Piemonts, das in 1676 von dem Architekt Marco Pietro von Conty gemacht wurde. Links des Eingangs befindet sich die Standarte des Dreieinigkeitsordens. Auf einer Seite wird die Krönung der Madonna von der Dreieinigkeit dargestellt wohingegen auf der gegenüberliegenden Seite die Enthauptung von Battista zu erkennen ist. In einer Nische ist die Statue der Madonna Addolorata des Malers Giuseppe Chiappori aus Genua (1847)mit einem vergoldeten Rahmen aus Holz gelegen.

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Das Gemälde des 1731 von der Jungfrau mit dem Kind und zwei Kapuzinern erinnert an die Anwesenheit der Kapuziner in Demonte in dem 18. Jahrhundert.

Die Kapelle der Addolorata enthält einen Maueraltar, der von einem Altarbild aus Holz überwunden ist. Auf den Seiten befindet sich nicht nur die Standarte des Ordens der Addolorata sondern auch das Gemälde der Hochzeit von der Jungfrau und Giuseppe. Zudem gibt es einige Bilder mit franziskanischem Hintergrund wie die Heilige Konversation von dem Maler Giovanni Claret, in dem befinden sich die Jungfrau mit dem Kind, den Heiligen Francesco, Chiara, Elisabetta und Antonio aus Padova.

DAS PRESBYTERIUM UND DER HOCHALTAR

In dem Presbyterium ist die Kanzel aus Holz von Luisone Graglia (1676), ein Gemälde der Jesustaufe und eine Engelsgruppe, die den Kopf von Battista halten, zu erkennen. Auf der rechten Seite gibt es eine Standarte der Disciplinati Neri und eine Sitzbank aus Nussbaum des 18. Jahrhunderts, auf dem der Kopf von Battista auf einem Teller geschnitzt wird. Über der Sitzbank wurde einen Heiligen des Dreieinigkeitsordens mit dem typischen roten Kreuz auf der Brust bemalt.

Die Tafel aus Holz des Hochaltars zeigt eine Staute des toten Christus (1726), die zu dem Bildhauer Andrea Guibert aus Demonte gehört. Die Altarstruktur des 1676 braucht die volle Hinterwand des Presbyteriums und zeigt im Mittelsteil zwischen den Säulen das Leinwandgemälde des Martyriums von San Giovanni Battista, in dem auch die von der Dreieinigkeiten gekrönte Jungfrau dargestellt wird. Noch von Bedeutung sind die zwei weiteren Gemälde auf der Seiten, die die Eltern von Battista (Zaccaria und Elisabetta) darstellen.
In der Sakristei werden in einigen von Alarmen geschützten Möbeln heilige Paramente und Reliquien des 19. und 20. Jahrhunderts bewacht.

Durch das Presbyterium tritt man in dem Chorraum ein. Das ist ein halb kreisförmiger Raum mit umgekehrtem Schlüsselgewölbe. In dem Hinterraum des Altars werden in einem Reliquiar Gegenstände von den Heiligen bewahrt.

Der Altar von der Heiligen Elisabetta. Der vergoldete und geschnitzte Altar aus Holz gehört zu dem Bildhauer Paolo Bià aus Demonte. Die Altartafel liegt auf zwei Säulen, die wiederum ein Gebälk stützen. In der Mittelnische befindet sich die vergoldete Staute aus Holz der Heiligen Elisabetta aus Ungarn.

An der weiteren Wand gibt es ein Gemälde, das einen verzückten Kapuziner vor dem Christus und der Jungfrau darstellt.

Bibliographie

– “Relazione storico-tecnica preliminare al restauro del Palazzo Borelli”, 1996 del Politecnico di Torino, Professoressa Dottor Arch. Claudia Bonardi
– “Parrocchia S.Donato di Demonte” Ed. Diocesi di Cuneo, 2008
– Studio Architetti Associati Torino – “Palazzo e Parco Borelli, progetto di restauro e valorizzazione”, 2010, Arch. Carla Bartolozzi
– “Demonte ieri e oggi”, Primalpe Edizioni, 1983
– Archivio storico della Confraternita di San Giovanni Decollato di Demonte