#06 Das Rathaus – der Stadtturm – der Laubenweg

Von historischer und architektonischer Bedeutung ist das Rathaus, der Stadtturm und der Laubenweg, dessen Aufbau von der angevinischen Herrschafft bis zum Ende des 18. Jahrhunderts dauerte.

DAS RATHAUS

In den vorigen Jahrhunderten (18. Jahrhundert) wurde zunächst das Rathaus „das niedrige Haus“ benannt. Das Gebäude gehörte zu der Familie De Andreis und es ist ein Adelspalast, der in 1880 von der letzten Inhaber die Gräfin Vincenza Domenica De Andreis in Grimaldi zu der Gemeinde von Demonte gegeben wurde.

Davon ausgehend wurde das Gebäude die Sitzung der Stadtverwaltung, die vorher bei dem Stadtturm gelegen war. Das ist ein schönes Gebäude mit vier Seiten.

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Auf der südlichen Seite (die Seite, die sich an der Straße Martiri e Caduti zeigt) befinden sich zwei Saale für die Ausstellungen und die Treffen.

Der kleinere Saal (der Gemeindevertretungssaal) enthält viele Bilder und Möbel und wird für den Gemeinderat oder wichtige Treffen benutzt. Im Erdgeschoss gibt es eine Doppelarkade, die zu einem schönen und kleinen Garten führt. In der Grünanlage befindet sich ein Brunnen aus Stein des 13. Jahrhunderts, der aus des alten Schlossdonjons kommt.
Die andere drei Seiten sind zurzeit für die Büros der Gemeinde vorgesehen.

DER STADTTURM

Obwohl der Stadtturm bereits in 1666 existierte, ist seine Entstehung ohne Zweifel älter. Sein Standort ist im Zentrum von Straße Martiri (auf der orographischen Seite). Der Stadtturm wurde im Jahr 1770 erwähnt aber der Architekt Giovanni Boetto stellte ihn bereits in 1666 in dem Theatrum Sabaudie. Die Wohnungen unter dem Stadtturm waren zum ersten Mal als Wohnsitz der Familie Bolleris benutzt und sie wurden bis zu dem Umzog nach dem Angioinosschloss bewohnt. Das Schloss wurde sicherlich in 1305 von Carlo D’Angiò der Zweite veranlassen.

Das war die primitive Sitzung der Gemeinde von Demonte. In dem berühmten niedrigen Haus wurden die Treffen durchgeführt: sie wurden durch einige Schmettern bekannt gegeben.

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DER LAUBENWEG

Der Laubenweg von Demonte (13. und 17. Jahrhundert) ist heute die Hauptstraße: die Straße Martiri e Caduti per la Libertà. In früheren Zeiten und bis zu der Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts war der Marktort von Demonte. Wie auch einige Kapitelle zeigen, gehörten die ersten Bogengänge zu der angevinischen Epoche. Gegen Mitte des 1400 reglementierte Ludovico Bolleris der Erste durch ein Edikt die Aufbau des Laubenwegs, indem die Maßnahmen hinsichtlich der Erbauung auf demselben Laubenweg trifft. Die Laubenwegsaufbau wird gegen Hälfte des 18. Jahrhunderts dank der von dem Vicomte Alfonso Berenger angeordneten Renovierung (1705-1715) beendet.

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Von dem Laubenweg sind die späten römischen, gotischen, barocken und Stile erkennbar.

Im ersten römischen und gotischen Stil des 13. und 14. Jahrhunderts ist das Obergeschoss von einem Laden und einem Gang charakterisiert, der durch eine Tür aus Holz und eine Treppe zu der ersten Wohnung führt. Die Gebäude wurden mit geeigneten Zwischenhäuser ausgestattet, die als Dachgrat gegen das Regenwasser benutzt wurden. Außerdem enthielten die Dächer Feuerschlote, da sie damals von Stroh verdeckt wurden.

In zweiten Renaissance- und Barockstil der 15. und 17. Jahrhunderte wurde das innere Gebäude mit einer Treppe aus Backsteinen und einem Balkon an der Straße Martiri ausgestattet.
Der letzte Barock- und Klassikstil gehörte zu den 18. und 19. Jahrhunderten. Die Ausmaßen zeigen neue umgekehrte Räume, die von einer Bogenöffnung verteilt werden. Im ersten Stock enthält der neue Raum die zur Loggia führende Treppe. Die Dachgrat werden nach der Vorderseite und nach der Rückseite verschoben und die Zwischenhäuser mit den Wohnungen zusammengelegt, um mehr Platz zu schaffen sowie Abstellräume zu gewinnen.

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Noch heute gelten sie für ihre Doppelstellung, Länge und Abmessungen als deutliches Beispiel der städtebaulichen und alpinen Architektur. Sie sind die Zeugnisse des Lebens von Demonte, der sich während tausend Jahre entwickelt hat.

Bibliographie

– “Relazione storico-tecnica preliminare al restauro del Palazzo Borelli”, 1996 del Politecnico di Torino, Professoressa Dottor Arch. Claudia Bonardi
– “Parrocchia S.Donato di Demonte” Ed. Diocesi di Cuneo, 2008
– Studio Architetti Associati Torino – “Palazzo e Parco Borelli, progetto di restauro e valorizzazione”, 2010, Arch. Carla Bartolozzi
– “Demonte ieri e oggi”, Primalpe Edizioni, 1983
– Archivio storico della Confraternita di San Giovanni Decollato di Demonte