#03 Die Kirche der Bruderschaft von Santa Croce

DIE KIRCHE – XVI JAHRHUNDERT

Im Jahr 1540 wurde die Bruderschaft von Santa Croce und San Bernardo gegründet und wahrscheinlich in denselben Jahren auch die Kirche gebaut. Heute zeigt die Fassade des achtzehnten Jahrhunderts eine künstliche Architekturausschmückung, die die platte Giebelvorderseite wieder aufleben lässt.

Obwohl während des österreichischen Sezessionskriegs und des Einfalls von der gallisch- hispanischen Armee in Cuneo zwischen den Jahren 1742 und 1744 die Kirche requiriert und in ein Brot- und Mehlwarenlager umgeändert wurde, wurde der Höhepunkt im XVIII Jahrhundert erreicht. In 1735 wurde der Hochaltar gebaut, gefolgt von der Madonna von Carmine im Jahr 1766. In 1768 wurde der Chorfußboden aus Stein realisiert. Circa 1780 wurde die Nebenkapelle instand gesetzt, um die in dem Garten Gethsemane stehende Jesus-Figur aus Holz dort aufnehmen zu können. In den Jahrzehnten nach 1950 wurde der Chor von einer Zwischenwand aus Holz isoliert, vorerst für Sozial- und Spielaktivitäten und am Ende als Warenlager genutzt.

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Die künstliche Architekturausschmückung der Fassade des achtzehnten Jahrhunderts lebt die platte Giebelvorderseite wieder auf und enthält im Mittelpunkt ein gemaltes Emblem mit dem Bild des Heiligen Kreuzes.

Die linke Seite der Kirche grenzt an den kleinen Palast, aus dem man durch ein großes Fenster an den Gottesdiensten teilnehmen konnte.

Die Innenseite bietet einen versunkenen, schattigen und länglichen Raum mit drei Grundierungen, der von zwei Kapellen in den Mittelwänden gespreizt wird. Daraufhin folgt der Raum mit dem rechteckigen Presbyterium mit Tonnengewölben, der mit dem Chorsaal abschließt. Heute bleibt der Chor unerreichbar, da er von den neben der Altardecke stehenden Zwischenwänden getrennt wird.
Von Bedeutung ist das Leinwandgemälde von P. A. Botta „Humilium Celsitudo“, das die Fußwaschung (XVIII Jahrhundert) und den Gethsemanealtar (XVIII Jahrhundert) repräsentiert. Nicht auszulassen ist die in dem Garten Gethsemane stehende Jesus-Figur aus Holz von M. Clemente (XVIII Jahrhundert). Weiter befindet sich das Leinwandgemälde der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts, das „das von der Madonna zwischen den Heiligen Giuseppe, Francesco, Francesco di Sales, Antonio da Padova unterstütztes Leichentuch“ symbolisiert.

Das Presbyterium ist geräumig und schließt sich an dem dahinter liegenden Chor, wo er heilige Gegenstände ausstellt. Seine Korinthersäulen enthalten die Altartafel des siebzehnten Jahrhunderts, die „die Kreuzabnahme zwischen den Heiligen Rocco und Sebastiano“ darstellt.

Der erneute Altar bewahrt den Tabernakel aus Holz, der im Jahr 1735 geschnitzt wurde. An den Seitenwänden befinden sich zwei Gemälde: das letzte Abendmahl der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts und die Madonna mit den Heiligen Rocco und Antonio Abate (1836).
An der rechten Wand kann man die geschnitzte Kanzel aus Nussbaumholz aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erkennen und auf den Seiten noch zwei weitere Gemälde der Botta: die
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und die Madonna mit dem Christ, die das Skapulier der Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts von Carmine zeigen.

Man erreicht den Maueraltar von dem Carmine mit dem Tabernakel aus Holz, der im Altartuch gelegen ist. Immer da befindet sich die Statue der Modonna von dem Carmine (1732).

Der Altar von dem Carmine ist aus dem Fenster von dem kleinen Palast des achtzehnten Jahrhunderts sichtbar und erlaubte den Grafen Borelli und vorher den Grafen Bolleris aus Ihrer Residenz an der Messe teilzunehmen. Im Hintergrund befinden sich vier Gemälde mit Rahmen aus Stuck, die die Heiligen Caterina, Simone Stock, Antonio da Padova und die Erzengel Raffaele und Tobiolo darstellen.

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Die Fortsetzung der rechten Wand zeigt ebenfalls ein interessantes Gemälde von Botta, „Pfingsten mit dem Heiligen Geist und die Madonna zwischen den Aposteln“.

An der Zugangswand ist die Rednertribüne aus Holz gelegen, die zwischen dem 1764 und dem 1765 realisiert wurde.

Bibliographie

– “Relazione storico-tecnica preliminare al restauro del Palazzo Borelli”, 1996 del Politecnico di Torino, Professoressa Dottor Arch. Claudia Bonardi
– “Parrocchia S.Donato di Demonte” Ed. Diocesi di Cuneo, 2008
– Studio Architetti Associati Torino – “Palazzo e Parco Borelli, progetto di restauro e valorizzazione”, 2010, Arch. Carla Bartolozzi,
– “Demonte ieri e oggi”, Primalpe Edizioni, 1983
– Archivio storico della Confraternita di San Giovanni Decollato di Demonte